Traumhaftes Spätsommerwetter und ein tipp topp hergerichteter Rasenplatz boten die besten Rahmenbedingungen für das erste Bezirksligaspiel seit 40 Jahren auf heimischem Platz in Niederhenneborn. In den letzten zwei Wochen war dank des Sponserings durch Georg Ortmann (Firma Transort) eine neue Lautsprecheranlage installiert worden und den Spielball für die Begegnung (wie auch den Spielball für die 2. Mannschaft) stiftete Eva Schulte, Kirchrarbach.
Allerdings musste Trainer Markus Hermes im Vergleich zu seinem Kader vom letzten Spieltag verletzungsbedingt auf gleich vier Stammspieler verzichten. Das bedeutete natürlich erhebliche Umstellungen in der Anfangsformation und zudem musste auch schon nach 15 Minuten Nelson De Jesus Regalado verletzt die Partie beenden und für ihn kam Matthias Neumann ins Spiel.
Somit war unserer Mannschaft zu Beginn die Nervosität schon deutlich anzumerken. Die Sunderaner waren sofort in der Partie und bewiesen große Passsicherheit. So fiel schon in der 7. Min. der Führungstreffer für die Gäste. Ein gegnerischer Angriff war eigentlich schon abgefangen, aber durch einen unnötigen Ballverlust in der Abwehr kam Sundern zum Torschuss. Maurice Lehnert im Tor warf sich zunächst dem Schützen noch vor die Beine, der konnte aber nach links querlegen und dann aber schlug der Ball doch rechts im Netz ein.
In der Folge blieb Sundern die spielbestimmende Mannschaft. Aber dann kam die 16. Minute! Die Gäste waren weit aufgerückt und aus der Abwehr heraus spielte Nico Schörmann einen Steilpass in die Mitte, den der letzte Mann der Gäste verpasste. Marc Sander startete zu einem fulminanten Solo auf den herausstürmenden Torwart zu, umkurvte diesen zur rechten Seite hin und schloss dann zum 1 : 1 – Ausgleichstreffer ins lange Eck ab. Nur zwei Minuten später hätte Nico nach Vorlage von Marc fast den Führungstreffer erzielt, aber der Gästekeeper konnte noch zur Ecke abwehren, die nichts einbrachte.
Der Führungstreffer für unsere Mannschaft fiel dann in der 30. Minute. Leon Hermes gab einen Pass von der rechten Seite auf Philipp Steilmann. Der geriet in einen Clinch mit einem Abwehrspieler. Beide gingen zu Boden und im Liegen berührte nach Meinung der SG-Fans der Verteidiger den Ball mit der Hand, aber es erfolgte kein Pfiff des Schiedsrichters. Philipp stand blitzschnell wieder auf und konnte den Ball noch in Richtung Tor befördern. Dort stand Dmitry Zhuravlev mit dem Rücken zum Tor. Er nahm den Ball an, drehte sich um die eigene Achse nach links und schoss den Ball aus kurzer Entfernung halbhoch ins rechte Eck.
Bei diesem Spielstand von 2 : 1 ging es in die Halbzeitpause. Auch in die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten starteten die Gäste sehr engagiert und kamen in der 62. Min. durch einen Schuss von der rechten Seite ins lange Eck zum Ausgleich. Jetzt war auf unserer Seite mannschaftliche Geschlossenheit gefragt, um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Der TuS hatte mehr Spielanteile und auch deutlichere Chancen, aber auch unsere Mannschaft konnte immer wieder Konter dagegensetzen. In der 91. Spielminute hatten die Fans der SG nach einem Schuss von Thorsten Trox den Ball schon im Tor gesehen, aber der Ball konnte noch von einem Abwehrspieler rausgeschlagen werden. War er hinter der Torlinie? Das Spiel ging jedenfalls weiter. Nur Sekunden später dann aber doch der Torjubel: Dmitry hatte den Ball auf die halblinke Seite zu Henry Gierse geflankt und der erzielte per Kopfball ins lange Eck den Siegtreffer. Danach fuhren die Gäste noch einen Angriff, aber dann kam der von allen SG-Fans ersehnte Schlusspfiff des Schiedsrichters.
Ende eines superspannenden Spiels, in dem eine Punkteteilung wohl das gerechtere Ergebnis gewesen wäre, aber Sundern hat es einfach versäumt, die klaren Torchancen zu nutzen. Am letzten Spieltag hatte Sundern das Glück und gewann durch einen Treffer in der Nachspielzeit und heute hatten wir das Glück auf unserer Seite. Als Aufsteiger nach zwei Spieltagen sechs Punkte auf dem Konto – damit war wahrlich nicht zu rechnen, vor allem auf Grund der immer länger werdenden Liste der Verletzten. Aber die Mischung aus alten Hasen und Jungspunden funktioniert ganz gut und macht Appetit auf mehr. Am nächsten Sonntag um 15.00 Uhr geht es zum Prestige-Duell nach Eslohe. Also geht es weiter mit den spannenden Spielen und wenn das mit der Spannung weiter so bleibt, brauchen wir demnächst noch einen Defibrillator am Platz!
(Annette Göddeke)
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